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Jugendtag Stuttgart - "Maran Atha"

Sonntag, 18.07.2010: Es ist der erste Jugendtag nach dem EJT, der erste im Apostelbereich Stuttgart mit neuem Konzept und es sind über 1300 Jugendliche und Jugendseelsorger aus dem Arbeitsbereich von Apostel Jürgen Loy mit viel Programm und guter Laune in der Halle "Auf der Schray"/Erdmannhausen eingetroffen. 

Das Leitmotto "Maran Atha" führte durch den Tag. Von Anfang an war zu merken, wie viel Engagement in die Vorbereitung eingebracht wurde. Der Vormittag war angefüllt mit Workshops, offenen Singen von schwungvollen Liedern zur Gottesdienstgestaltung durch alle Teilnehmer, Interview, Vorträgen und nicht zuletzt war viel Platz auch für sportliche Aktivitäten auf dem weitläufigen Jugendtagsgelände. Wer es auch mal ruhiger mochte, konnte sich auch in einen Raum der Stille zurückziehen oder sich die Ausstellung der "ICH BIN - Worte von Jesus anschauen, die von Jugendlichen aus allen beteiligten Kirchenbezirken zuvor gestaltet wurde.

In einem Interview beantwortete Apostel Jürgen Loy Fragen von Jugendlichen rund um die Themen Jugendtage - 2010 und 2011 in München, Zukunft und Konzepte in der Jugendbetreuung sowie seine seelsorgerische Arbeit als Apostel. Zwei Vorträge wurden angeboten und waren sehr gut besucht. Diplompsychologe Markus Lösch gab Einblicke in psychologische Aspekte speziell bei Jugendlichen, die das Verständnis für diesen wichtigen Entwicklungsabschnitt vertieften. Marcel Dagenbach M.A. beleuchtete die theologischen Deutungsmöglichkeiten des aramäischen Gebetsrufes "Maran Atha", was einerseits bedeute: "Unser Herr komme" und ebenso mit „Unser Herr kommt“, also einem Ruf in der Gegenwartsform übersetzt werden könne und so von den frühen Christen auch verwendet wurde.

Der Gottesdienst war unbestritten der Höhepunkt dieses Jugendtages und Apostel Jürgen Loy schlug den Bogen zu "Maran Atha"  mit dem Wort aus der Heiligen Schrift: " …doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?" (Luk 18, aus 8).

Auf Grund dieser sehr persönlichen Fragestellung - hier sei nicht in eine Allgemeinheit hineingesprochen - führte er eindrücklich aus, dass das Wiederkommen Jesu des persönlichen Glaubens bedürfe. Die Ankündigung seiner Wiederkunft sei Grundlage und Ziel des Evangeliums. Daher auch der Bittruf "Maran Atha: Unser Herr komme", der sich aber auch zu einem Glaubensruf "Unser Herr kommt!" umwandelt.

Der Apostel stellte heraus, dass es eine Herausforderung sei, eine solche Glaubenshaltung einzunehmen. Er sprach von verschiedenen Glaubenstypen: Dem Rationalen, dem Skeptischen und dem Unbeirrbaren. Letzterer charakterisiere sich dadurch, dass er mitten im Leben die Glaubensressource der Wiederkunft Christi wie den Pulsschlag des Herzens lebendig hält ohne rationale oder auch skeptische Momente blind zu verdrängen. Apostel Loy motivierte die jugendliche Gemeinde, Zeit für den Glauben und damit Gedanken für die Wiederkunft Christi zu finden, auch im Alltag. Dies schaffe kleine Freiräume und Gewissheit über die Zusage, die Jesu selbst gegeben habe: "Wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass ihr seid, wo ich bin!" (Joh 14,3).

Dieser Gottesdienst wird wohl Vielen in besonderer Erinnerung bleiben, weil vor der großen Gemeinde einer Jugendlichen das Sakrament der Heiligen Wassertaufe gespendet wurde. Wir freuen uns mit ihr und wünschen ihr für ihren Glaubensweg alles Gute!

Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls ging dieser Tag auch schon zu Ende. JZ

[Bericht auf jugendtag-sued.de]