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Konzert zur Ehre von Klaus Michael Fruth

 

Am 24.07.2010 um 18.00 Uhr fand in der Kirche Stuttgart-Süd Stuttgart das Abschlusskonzert der 8. Stuttgarter Chortage statt. Drei Tage intensiver Proben, die am Donnerstagnachmittag begannen, waren vorausgegangen (Probenimpressionen). Unter professioneller Anleitung von Wolf-Rüdiger Spieler und unterstützt von Jörg Mienhardt wurde von 73 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein vielversprechendes Programm erarbeitet.

Veranstalter war der cantus e.V., ein gemeinnütziger Verein der sich zur Aufgabe gemacht hat, geistliche Musik zu fördern.

Dieses Abschlusskonzert wurde hauptsächlich dem Komponisten Klaus Michael Fruth gewidmet, der in den nächsten Tagen seinen 70. Geburtstag feiern darf.

Zum dem feurigen Auftakt mit „Dies ist der Tag, den der Herr macht“ für Chor und Orgel von Dieter Wellmann unter der Leitung von Jörg Mienhardt sprach Bezirksältester Wolfgang Oehler Grußworte an die Konzertbesucher und richtete sehr herzliche Worte an Klaus Michael Fruth und dessen Gattin Heidemarie. Er würdigte seine wertvolle Arbeit als Orgellehrer, Dirigent und Komponist in und für die Neuapostolische Kirche und ergänzte manche Anekdote  aus persönlichem Erleben. Über 100 Kompositionen sind im Laufe der Jahre entstanden, welche beim Verlag Friedrich Bischoff, Frankfurt und neuerdings bei Edition Punctum Saliens in Nürtingen verlegt wurden. 

Im weiteren Konzertprogramm wurden folgende Werke Fruths aufgeführt:

„Herr Dein Wort die edle Gabe“, eine Vertonung, die sich exellent dem Textfluss anpasst, für beide Strophen verschiedene Sätze bietet und an den Stil alter Musik erinnert. „Ich rate dir“ – einer im frühmodernen Stil des 20. Jahrhunderts komponierten Spruchmotette, „Du bist ein Mensch“ einem Choral nach barockem Vorbild nach Worten von Paul Gerhardt, „Sei gegrüßet Tag des Herrn“ nach Worten von Karl Gerok, „Selig sind die reinen Herzens sind“ einer Motette für 5stimmigen Chor im Stil der späten Renaissance mit überzeugender Kraft und „Siehe ich komme bald“, einem achtstimmigen Stück nach Worten der Offenbarung.

Den Höhepunkt des Abschlusskonzertes der 8. Stuttgarter Chortage bildete eine mitreißende Orgelimprovisation über den Namen F – R – U – T – H von Wolf-Rüdiger Spieler. Neben den Tönen F und H bildeten italienische Tonbezeichnungen anhand der Buchstaben Grundlage für eine Melodie, die in Umkehrungen in einem länger als 10minütigen Orgelstück in verschiedensten Variationen das Werk von Klaus Michael Fruth als Fuge, im feinsten Flötenklang und im vollen Werk der ehrwürdigen großen Orgel ehrten.

Die Motette „Dein sind die Himmel“ von Joseph Gabriel Rheinberger und der 100. Psalm „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy rundeten das Konzert ab.

Nachdem sich die zahlreichen Zuhörer mit einem Applaus bei den Sänger und Sängerinnen bedankt hatten, zeigte sich Klaus Michael Fruth ebenfalls sehr erfreut über die gelungenen Vorträge seiner Kompositionen und bedankte sich hierfür bei den Sänger und Sängerinnen, sowie bei den Musikerkollegen. „So manches meiner Werke habe ich heute zum ersten Mal gehört“, sagte er lächelnd, „ich finde, das sollte fortgeführt werden“. (NG/MS)